Erzeugercode auf Eiern
Der Stempel auf dem Ei nennt Haltungsform, Herkunftsland und Legebetrieb.
- Wer vergibt es?
- Niemand vergibt den Code als Auszeichnung. Jeder Legebetrieb wird registriert und bekommt eine eigene Kennnummer, die der Mitgliedstaat festlegt. Diese Nummer steht als Stempel auf dem Ei.
- Wer prüft?
- Die EU-Staaten registrieren die Legebetriebe und geben jedem eine eigene Nummer. Über die Vermarktungsregeln wachen die Kontrolldienste der Mitgliedstaaten. In Hessen lassen zum Beispiel die Regierungspräsidien die Packstellen zu.
- Seit wann?
- 2004
- Was deckt es ab?
- Die erste Ziffer nennt die Haltung: 0 ökologisch, 1 Freiland, 2 Boden, 3 Käfig
- Zwei Buchstaben nennen das Herkunftsland, zum Beispiel DE für Deutschland
- In Deutschland folgen zwei Ziffern für das Bundesland, dann Betriebsnummer und Stall
- Auf oder in der Packung muss erklärt sein, was der Code bedeutet
- Auch lose verkaufte, sortierte Eier müssen den Stempel tragen
- Was sagt es nicht?
- Gekochte und gefärbte Eier gelten als verarbeitete Lebensmittel, dort muss die Haltungsform nicht angegeben werden. Wer Eier direkt ab Hof oder an der Haustür verkauft, muss unter bestimmten Bedingungen nicht stempeln.
- Woran erkennst du es?
- Ein Stempel direkt auf dem Ei aus einer Ziffer, zwei Buchstaben und einer Nummer, zum Beispiel „2-DE-0812341“. Die Nummer auf der Packung gehört dagegen zur Packstelle.
Quelle: Delegierte Verordnung (EU) 2023/2465, Richtlinie 2002/4/EG, Merkblätter von Landesbehörden, Verbraucherzentrale Niedersachsen (Stand 13.04.2026). Stand 09.10.2026.
- Zum Nachlesen:
- eur-lex.europa.eu (1)
- eur-lex.europa.eu (2)
- rp.baden-wuerttemberg.de
- verbraucherzentrale-niedersachsen.de
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